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Anfertigung eines Ehevertrages vom Fachanwalt in Berlin

Durch einen Ehevertrag, der vor Eheschließung, aber auch während einer bereits bestehenden Ehe geschlossen werden kann, können die Rechtswirkungen der Ehe bzw. die Rechtsfolgen im Falle einer Scheidung abweichend von den gesetzlichen Regelungen gestaltet werden. Der Gestaltungsfreiheit sind aber Grenzen gesetzt, so kann zum Beispiel auf Trennungsunterhalt nicht wirksam verzichtet werden und ein Totalausschluss von Unterhalt Zugewinn und Versorgungsausgleich für den Fall der Scheidung wird von den Gerichten unter Umständen wegen unangemessener Benachteiligung für nichtig erklärt oder zumindest für eine bestimmte Zeit (zB keine Anwendung des Unterhaltsausschlusses für die Zeiten der Kinderbetreuung) nicht angewendet. Klassisch sind die Fälle, in denen der Ehemann der Ehefrau während einer Schwangerschaft einen Ehevertrag abnötigt und davon abhängig macht, sie zu heiraten.

Häufig wollen Ehegatten einen Ehevertrag schließen mit dem Ziel, die Haftung des einen für die Geschäfte des anderen auszuschließen. Es wird dann häufig der Wunsch nach Vereinbarung von "Gütertrennung" geäußert. Was vielen dabei nicht klar ist: Der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft ist auch ohne Ehevertrag bereits ein Güterstand der Gütertrennung, die Vermögensgegenstände des einen und des anderen bleiben getrennt und werden nicht gemeinschaftliches Vermögen, und eine Haftung für Schulden des anderen findet nur statt, wenn der Ehegatte für Geschäfte des anderen mit unterschreibt, wie zum Beispiel gemeinsame Kreditverträge oder ähnliches.

Die Vereinbarung einer Gütertrennung hat in der Praxis meist für die Frau nur Nachteile, sie erbt im Todesfall neben Kinder nicht mehr die Hälfte, sondern nur ein Viertel, und für den Fall der Scheidung findet der finanzielle Zugewinnausgleich nicht statt.

Anders ist die Situation beim Unterhalt: Die gesetzliche Unterhaltsregelung ist heute für Frauen, insbesondere wenn sie Kinder betreuen müssen und bereits ab dem dritten Lebensjahr des Kindes nach dem Willen des Gesetzgebers schon wieder arbeiten gehen sollen, extrem nachteilig. Hier bietet es sich an, durch Ehevertrag eine bessere Regelung zu gestalten, insbesondere wenn beide Partner sich darüber einig sind, dass die Betreuung von Kindern durch die eigene Mutter bis zu einem bestimmten Alter den Vorzug haben sollte.

Die meisten Inhalte eines Ehevertrages können wirksam nur notariell vereinbart werden.

Wir beraten Sie gerne zu der Frage, ob und inwieweit ein Ehevertrag für sie sinnvoll ist.
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Wird erst nach der Trennung an einen Ehevertrag gedacht, wird er meist Scheidungsfolgen-Vertrag genannt. Eine solcher kann außer notariell auch zu Protokoll des Familiengerichts erklärt werden, vorausgesetzt, dass auf beiden Seiten Anwälte beteiligt sind.